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Nimwegen

Exkursionsbericht:

Als wir erfuhren, dass unser Niederländischkurs in der 11 endlich eine Exkursion macht, waren wir natürlich alle total gespannt und haben uns gefreut. Endlich sollten wir die Chance bekommen, unsere – nicht zu unterschätzenden – neu erworbenen Sprachkenntnisse auch einmal anzuwenden. Mehrere Ziele wurden uns angeboten und die Wahl fiel auf das Museum „Liberty Park“ in Nimwegen. Der Ablauf war klar strukturiert, erst ins Museum und einiges über den Zweiten Weltkrieg (mit besonderem Augenmerk auf das Verhältnis zwischen Deutschland und Holland) erfahren und dann shoppen bis zum Umfallen in Nimwegen, was natürlich den weiblichen Kursteilnehmerinnen sehr entgegen kam.

Wie geplant, so auch umgesetzt. Um halb acht morgens trafen sich alle Teilnehmer und Lehrer am Busbahnhof. Nach etwas Verspätung des Busfahrers und der Anwesenheitskontrolle ging es endlich los und wir konnten losfahren. 

Die Hinfahrt war recht angenehm und die Fahrtzeit betrug etwa 2 Stunden, also trotz Vorfreude gut auszuhalten, denn es konnten noch schnell typische Sätze geübt werden, die sich als ganz nützlich erweisen sollten wie z.B. „Ik neem een patat.“ („Ich nehme eine Pommes.“) oder „Kunt u mij de weg wijzen?“ („Können Sie mir den Weg erklären?“).

Endlich angekommen wurden wir in Gruppen eingeteilt, weil es jedem frei überlassen war, ob man die Museumsführung auf Niederländisch oder Deutsch mitmachen wollte, aber die meisten waren sich einig, dass man sich diese Chance, die neue Sprache „live“ zu hören, nicht entgehen lassen sollte.

Das Museum war insgesamt sehr eindrucksvoll und teilweise auch schockierend, denn für viele von uns war es einfach unvorstellbar, wie viele Gräueltaten im Weltkrieg begangen wurden und viele wussten überhaupt nicht, dass es sogar in den Niederlanden Konzentrationslager gab. 

Auch durch die riesige Museumshalle mit den vielen ausgestellten, lebensgroßen Panzern bekam man schnell ein beklemmendes Gefühl und schwang immer wieder zwischen Faszination für die riesigen Gefährte und Abscheu, wenn man sich vorstellt, dass diese teilweise nur dazu nützen sollten um Menschen zu töten.

Nach den 4 Gruppenführungen waren wir alle froh noch eine fröhliche Ablenkung in Nimwegen zu bekommen, also hieß es alle Mann wieder rein in den Bus und erneut 20 Minuten fahren bis wir am Ziel waren. 

Gemeinschaftlich einigten wir uns darauf, 2 ½ Stunden dort zu verbringen und man durfte frei wählen mit welchen Mitschülern man die Stadt erkunden wollte.

In Nimwegen an sich gibt es viele schöne, verschiedene Geschäfte mit interessanten Sachen, sodass man richtig gut stöbern konnte.

Als sich gegen Mittag auch der erste Hunger ankündigte, war es natürlich selbstverständlich zu einem echten niederländischen „patatkraam“ zu gehen und eine landestypische Spezialität auszuprobieren, wie z.B. patat met pindasaus, was so viel bedeutet wie Pommes mit Erdnusssauce, aber es gab auch uns bekannte Leckereien.

Um viertel vor 5 war ein erneutes Treffen am Bus angesetzt, was auch höchste Zeit war, denn mittlerweile taten allen die Füße weh und so fuhren wir gegen 5 Uhr wieder los in Richtung Heimat. Leider hatten wir auf der Rückfahrt 2 Stunden Stau wegen einem Unfall, aber man hatte genug Gesprächsstoff und Beschäftigung um auch dies zu überstehen.

Alles in Allem war es ein toller Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat, denn es ist einfach klasse zu merken, dass die ganze Lernerei „Früchte trägt“ und man die neue Sprache, trotz erst einem halben Jahr Unterricht, schon so leicht anwenden kann. Natürlich kostet es etwas Überwindung, aber wenn man es einmal ausprobiert hat, ist man einfach nur stolz und glücklich.

Für mich und auch die meisten Anderen steht jedenfalls fest: 

Niederlande- du siehst uns wieder! 