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Biologie

Ein Fach stellt sich vor

Biologie ist die Wissenschaft des Lebens. Das heißt, wir begegnen täglich den Inhalten dieses Faches. Dies gilt sowohl für die Zeit, in der wir uns in der Natur bewegen, als auch für die Zeit, die wir in der Schule, zu Hause oder im Supermarkt verbringen. Die lebendige Natur bildet sich in verschiedenen Systemen ab, z. B. der Zelle, dem Organismus, dem Ökosystem und der Biosphäre sowie in deren Wechselwirkungen und in der Evolution. Der Biologieunterricht am MCG vermittelt den Schülerinnen und Schülern ein biologisches Grundlagenwissen, welches diese Systeme vernetzt und ganzheitlich betrachtet. Darüber hinaus ist es Ziel des Biologieunterrichts, zu einem naturwissenschaftlich fundierten Weltverständnis beizutragen.

Ziele des Biologieunterrichts

Ziel des Biologieunterrichts ist die Vermittlung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung (Scientific Literacy). Darunter versteht man die Fähigkeit, „naturwissenschaftliches Wissen anzuwenden, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen, und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen, um Entscheidungen zu verstehen und zu treffen, welche die natürliche Welt und die durch menschliches Handeln an ihr vorgenommenen Veränderungen betreffen“ (Kernlehrplan Biologie NRW, S. 8).

Diese naturwissenschaftliche Grundbildung soll den Schülerinnen und Schülern in einer von Technik bestimmten Welt ermöglichen, verantwortliche Entscheidungen auf individueller wie auf gesellschaftlicher Ebene zu treffen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, sich kritisch mit aktuellen Fragestellungen, beispielsweise der Biotechnologie oder der modernen Landwirtschaft, auseinandersetzen zu können. Darüber hinaus bietet insbesondere das Fach Biologie die Möglichkeit, Begegnungen mit der belebten Natur zu schaffen und die Schülerinnen und Schüler so für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt zu sensibilisieren.

Einen besonderen Beitrag leistet der Biologieunterricht auf dem Gebiet der Gesundheitserziehung. Er eröffnet den Schülerinnen und Schülern Einblicke in Bau und Funktion des eigenen Körpers. Themenfelder wie Suchtprävention oder Ernährung sollen es ihnen ermöglichen, gesundheitliche Risikofaktoren einzuschätzen und auf gesundheitsförderliche Verhaltensmuster zurückzugreifen.

Vor allem in der Oberstufe hat der Biologieunterricht das Ziel, den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Berufswelt zu eröffnen. Der Unterricht wird hier stärker wissenschaftspropädeutisch ausgerichtet und ermöglicht dadurch den Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit. Auch findet hier eine tiefgehende Auseinandersetzung mit ethischen Fragen statt, beispielsweise aus dem medizinischen und gentechnischen Bereich.

Nicht zuletzt bietet der Biologieunterricht Gelegenheit, personale und soziale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Es geht darum, Lernstrategien zu entwickeln, sich selbständig mit komplexen Fragestellungen wissenschaftlich auseinandersetzen zu können und in der Kooperation mit den Mitschülerinnen und -schülern gemeinschaftlich Verantwortung für den eigenen und den gemeinsamen Lernerfolg zu übernehmen.