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Die Mittelstufe am MCG

Die Mittelstufe des Gymnasiums stellt in der Regel nicht den Abschluss der Schullaufbahn dar, sondern eine Brücke zwischen der Erprobungs- und der Oberstufe. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 bzw. 10, die sich in einer besonders sensiblen Entwicklungsphase befinden, sollen sich zunehmend Wissen, Methoden und Kompetenzen aneignen, die sie für ihre allgemeine Bildung und für eine erfolgreiche Bewältigung der Sekundarstufe II benötigen. Das Marie-Curie-Gymnasium begleitet und unterstützt die Schülerinnen und Schüler in diesem Anliegen.

Mittelstufenkoordinatorin​

Angelika Winkelmann

Kontakt

Sprechen Sie uns an! Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin! Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Winkelmann zur Verfügung (komm. Mittelstufenkoordinatorin): awinkelmann@mcg.schulen-re.de

Fördern und Fordern

Individuelle Förderung ist zentraler Bestandteil des Unterrichts. Lernzeiten in den Jahrgangsstufen 6 bis 9 leiten die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigem Lernen an und bieten Raum für Vertiefung und Festigung von Unterrichtsinhalten. Schwächere Leistungen insbesondere in den Kernfächern werden über das Angebot der Mittagssprechstunden gezielt und professionell in den Blick genommen. In diesen Stunden erhalten Schüler nach Bedarf oder auf Empfehlung ihrer Fachlehrer individuelle Erklärungen oder persönliche Beratung in Mathematik, Deutsch oder Englisch. Darüber hinaus wird die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich im Unterricht betrieben und im Laufe des Schuljahres zeitnah dokumentiert (Ordner Individuelle Förderung). Ein Schülersprechtag findet nach dem Ende des ersten Halbjahres statt. Hier werden Fördergespräche mit Schülern und ggf. Eltern geführt, um gemeinsame Perspektiven für die Arbeit im zweiten Halbjahr zu entwickeln. Auch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können an diesem Tag im Hinblick auf mögliche Förderschwerpunkte beraten werden. Eine durchgängige differenzierte Beratung durch Fachlehrer/Klassenlehrer/Mittelstufenkoordination ist gewährleistet.

Schließlich heißt fördern auch fordern: Wettbewerbe oder Zertifikate, z. B. im sprachlichen Bereich (DELF / DALF; Cambridge; Bundeswettbewerb Fremdsprachen), im naturwissenschaftlichen Bereich (bio-logisch!, zdi-Roboterwettbewerb) oder im gesellschaftwissenschaftlichen Bereich (Geschichtswettbewerb Körberstiftung, National Geographic Wettbewerb) schaffen Raum für das Zusätzliche, das Besondere, den Mehrwert des Leistungsvermögens. In Einzelfällen gilt dies auch für Kooperationen mit Universitäten.

Das Konzept zum Fördern und Fordern in der Mittelstufe wird ständig reflektiert, evaluiert und ergänzt.  

Interessen und Neigungen im Differenzierungsbereich (WPII-Bereich)

Mit der Jahrgangsstufe 8 (G8) oder 9 (G9) beginnt der Schritt in die differenzierte Mittelstufe. Neben dem gemeinsamen Pflichtunterricht, der die Voraussetzung für den Mittleren Abschluss am Ende der 9 bzw. 10 sichern soll, kann aus dem Angebot der Schule ein Kurs zweistündig gewählt werden, der den Neigungen und Interessen entspricht.

Zurzeit werden folgende Fächer im Differenzierungsbereich unterrichtet: Französisch, Technik, Biologie/Gesundheit bzw. Sport/Gesundheit, Englisch/Geschichte bilingual und Kunst.

Ziel ist es dabei übergreifend, das Grundwissen und die Fachmethoden zu erweitern und zu vertiefen. Die Schülerorientierung soll dabei der Ausgangspunkt für fächerverbindendes, forschendes und handelndes Lernen sein (z. B. in Projekten, durch Experimente oder an außerschulischen Lernorten). Durch das Erproben oberstufengerechten Arbeitens (z. B. durch eine Facharbeit und selbstständiges Lernen) ergibt sich eine Brückenfunktion zur Oberstufe (Sekundarstufe II).

Die Fächer des Differenzierungsbereichs sind gleichwertig zu anderen Fächern, also versetzungswirksam. Allerdings stellen sie bei der Versetzungsentscheidung keinen Ausgleich für mangelhafte Leistungen in Deutsch, Englisch, Mathematik und der zweiten Fremdsprache her. Für die Leistungsbeurteilung werden die Sonstige Mitarbeit und Klassenarbeiten zugrunde gelegt. Von den vier Klassenarbeiten im Schuljahr können zwei durch eine eine Fach- oder Projektarbeit ersetzt werden.

Der Unterricht kann in den Fremdsprachen des Differenzierungsbereichs auch im Koop-Verband erfolgen. Der Unterricht erfolgt grundsätzlich wöchentlich in zwei Unterrichtsstunden, in den neu einsetzenden Fremdsprachen findet er dreistündig statt, d. h. zusätzlich vierzehntägig an einem Nachmittag.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 (G8) bzw. 8 (G9) und deren Eltern werden im Vorfeld an einem Informationsabend über die Bedingungen und Möglichkeiten des Differenzierungsbereiches informiert. Die Erstwahl wird nach Möglichkeit berücksichtigt, ein Zweitwunsch muss allerdings angegeben werden. Die Wahl gilt für die Jahrgangsstufen 8 und 9 bzw. 9 und 10 (zwei Jahre), ein Kurswechsel ist in der Regel nicht möglich (außer in den ersten vier Wochen der Jahrgangsstufe 8 bzw. 9).  

Soziales Lernen

In der Mittelstufe wird das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler, das in den Klassen der Erprobungsstufen grundgelegt wird, weiter entwickelt. So wird ein gutes Lernklima in unseren Klassen gefördert. Die Siebtklässler erfahren in professionellen Sozialkompetenztrainings, wie sie auf gesunde Weise mit Konflikten umgehen. Als Moderatoren und Klassenpaten, Schülerlotsen und Schulsanitäter übernehmen die Schülerinnen und Schüler selbst Verantwortung für andere. Im Rahmen der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ präsentieren Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen am Tag der Kulturen ihre vielfältigen kulturellen Wurzeln und setzen ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben.

Bei persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten bieten geschulte Lehrerinnen und Lehrer individuelle Beratungen an oder vermitteln weitere Unterstützungsangebote.  

Weitere Lernanlässe

Lernanlässe werden auch durch Gelegenheiten geschaffen, die nicht im engeren Sinne Unterricht sind, gleichwohl aber Bezüge dazu aufweisen und bildenden Charakter besitzen, vor allem Unterricht an außerschulischen Lernorten. Projekte, etwa das jährlich stattfindende Geschichtsprojekt zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (Kl. 9) oder der Gendertag (Kl. 9 ), die Theaterbesuche am WLT, Schüleraustausche, die Klassenfahrt zum Möhnesee oder Arbeitsgemeinschaften bieten Raum für entdeckendes und forschendes Lernen.  

Qualität

Seit geraumer Zeit wird die Qualität der Bildung an vergleichbaren Standards gemessen, für die Mittelstufe sind das die Lernstandserhebungen 8 (s. u.). Die an unserer Schulen institutionalisierte Mittelstufenkonferenz sowie die Fachkonferenzen evaluieren die Arbeit in der Mittelstufe und entwickeln neue Konzepte, z. B. zum Schülerfeedback, zur Teamarbeit, zu Parallelarbeiten oder zum Einsatz digitaler Medien. Der Austausch darüber erfolgt auch auf den Ebenen der Lehrer-, Fach- und Schulkonferenzen sowie mit der SV.

Studien- und Berufsorientierung

 

Die Studien- und Berufsorientierung gilt als ein wesentlicher schulischer Auftrag der Mittelstufe. Das Programm des Landes NRW „KAoA“ („Kein Abschluss ohne Anschluss.“) wird seit dem Schuljahr 2016/17 an unserer Schule umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum des Handels wird die Potenzialanalyse (Kl. 8) durchgeführt. Der Girls‘/Boys‘ Day sowie zwei weitere Berufsfelderkundungstage ermöglichen den Schülerinnen und Schülern das Hineinschnuppern in selbst gewählte Arbeitsfelder (Kl. 8). Ein weiteres zentrales Element ist das Schülerbetriebspraktikum (Kl. 9). Darüber hinaus unterstützen am Marie-Curie-Gymnasium Seminare aus dem Bereich des Assessment-Center die berufliche Orientierung der Jugendlichen.

Abschlüsse

Wenn die Klasse 9 (G8) bzw. 10 (G9) erfolgreich bestanden wird, ist der Besuch der gymnasialen Oberstufe an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg möglich, ebenso kann ein Wechsel in die Bildungsgänge des Berufskollegs erfolgen.

Im ersten Jahr der Oberstufe (G8), der sogenannten Einführungsphase, kann bei Erfüllung der Versetzungsbedingungen der sogenannte Mittlere Bildungsabschluss – der Realschulabschluss mit oder ohne Qualifikation / Fachoberschulreife – erworben werden. Der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 ist ebenfalls möglich. Wird die Klasse 9 nicht erfolgreich bestanden, kann ein Abschluss erworben werden, der dem des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 gleichwertig ist (Die Versetzungsbedingungen der Hauptschule müssen erfüllt sein).

Im Zuge von G9 wird der Mittlere Bildungsabschluss nach Klasse 10 bei Erfüllung der Versetzungsbedingungen erreicht. Zuvor nehmen die Schülerinnen und Schüler an den landesweiten Abschlussprüfungen in Mathematik, Deutsch und Englisch teil. 

Lernstandserhebung 8

Allgemeine Information

Lernstandserhebungen sind eine wichtige Grundlage für eine systematische Schul- und Unterrichtsentwicklung. Sie bieten den Lehrerinnen und Lehrern Informationen, über welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe verfügen und inwieweit in den untersuchten Teilbereichen die fachlichen Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und der Lehrpläne erfüllt wurden.
Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen bieten darüber hinaus eine schulübergreifende Perspektive. Die Schulen können sich mit den Ergebnissen vergleichen, die in Nordrhein-Westfalen insgesamt und in Schulen mit ähnlichen Standortvoraussetzungen erreicht wurden. Eine solche schulübergreifende Einordnung hilft, den Erfolg der pädagogischen Arbeit besser einschätzen zu können. 

Zusammengefasst lassen sich die folgenden Ziele der Lernstandserhebungen formulieren:

  • Feststellung des Lern- und Förderbedarfs in den überprüften fachlichen Bereichen,

  • Weiterentwicklung des Unterrichts und der schulischen Arbeit,

  • Standardüberprüfung und Qualitätssicherung,

  • Unterstützung der Umsetzung der Kernlehrpläne und nationalen Bildungsstandards,

  • Stärkung der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften,

  • Bereitstellung von ergänzenden Informationen für die schulübergreifende Qualitätssicherung.

Zeitpunkt

Lernstanderhebungen 8 finden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik in der Regel Ende Februar / Anfang März statt.

Lernstandserhebung 8 in 2019

12.03.2019: Deutsch

14.03.2019: Englisch

19.03.2019: Mathematik

Lernstandserhebung am MCG

Im gesamtschulischen Vergleich mit Schulen ähnlicher Voraussetzung in NRW erzielten die Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums zwischen 2014 und 2018 durchschnittlich bessere Ergebnisse.  

Weitere Informationen

Antworten auf weitere Fragen (Welche Inhalte und Aufgaben sind zu erwarten? Was unterscheidet Lernstandserhebungen von einer Klassenarbeit? Soll für Lernstandserhebungen geübt werden? Welche Rückmeldungen erhalten Eltern über das Ergebnis ihres Kindes? Welchen Einfluss hat das Ergebnis der Lernstanderhebung auf die Notengebung?) erhalten Sie auf den Seiten des Ministeriums Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: www.schulentwicklung.nrw.de/e/lernstand8/